PEM versus AEL

Vorteile der PEM-Elektrolyse

Die PEM-Elektrolyse ist für die Produktion von besonders reinem grünem Wasserstoff ausgelegt und bietet viele Vorteile gegenüber anderen Elektrolyseverfahren. Im Gegensatz zur Alkalischen Elektrolyse verwendet die PEM-Elektrolyse keine chemischen Zusätze (wie aggressive Chemikalien als flüssige Elektrolyte) und erfordert keine aufwendige Nachreinigung des Wasserstoffs. Zudem können PEM-Elektrolyseure bei höheren Drücken betrieben werden. Dies erhöht die Effizienz der Wasserstoffproduktion und spart Geld und Energie, da die Notwendigkeit einer weiteren Kompression des Wasserstoffs teilweise entfällt.

Auf einen Blick: Die Vorteile der PEM-Elektrolyse gegenüber der Alkalischen Elektrolyse

  • Hohe Flexibilität und Energieeffizienz: PEM-Elektrolyseure zeigen eine größere Flexibilität als die Alkalische Elektrolyse, insbesondere hinsichtlich Lastwechsel, Mindestlastpunkten und Kaltstartfähigkeit. PEM-Elektrolyseure können schneller auf Änderungen der Stromversorgung reagieren und arbeiten auch bei geringen Lasten, d.h. bei geringerer Stromzufuhr, effizienter und vor allem zuverlässiger als andere Technologien. Dank ihrer hohen Flexibilität eignen sich PEM-Elektrolyseure besonders für Off-Grid-Projekte mit erneuerbaren Energiequellen wie Wind oder Solar, die oft Schwankungen in der Stromversorgung unterliegen. Zudem bieten PEM-Elektrolyseure eine schnellere Reaktionszeit, da die Anfahrzeit kürzer ist und sie schneller in Betrieb genommen werden können.
  • Kompaktere Bauweise: PEM-Elektrolyseure sind in der Regel kompakter und benötigen weniger Platz als alkalische Elektrolyseure. Ein Grund dafür ist, dass die PEM-Elektrolyse bei höherem Druck arbeitet und daher weniger Kompressoren benötigt als die Alkalische Elektrolyse. Darüber hinaus benötigen PEM-Elektrolyseure keine Tanks für Kaliumhydroxid (KOH), den in der Alkalischen Elektrolyse verwendeten Elektrolyten. Die kompakte Bauweise ist besonders vorteilhaft in Anwendungen, bei denen der Platz für Elektrolyseure begrenzt ist. So passt beispielsweise ein Quest One 1 MW PEM-Elektrolyseur in einen Standardcontainer. Steigt der täglich benötigte Wasserstoffbedarf, lässt sich das System einfach und flexibel erweitern. Für noch größere Skalierbarkeit ist die Modular Hydrogen Platform (MHP) (>>insert link) ausgelegt. Standardisierte Blöcke mit einer Elektrolysekapazität von 10 MW lassen sich einfach zu Anlagen mit einer Elektrolysekapazität von 100 MW und mehr kombinieren.
  • Hochreiner Wasserstoff: Die PEM-Elektrolyse erzeugt besonders reinen grünen Wasserstoff, der ideal für Mobilitätsanwendungen wie das Betanken von Brennstoffzellenfahrzeugen ist. Im Gegensatz dazu kann die Reinigung des durch alkalische Elektrolyse erzeugten Gases aufwendiger sein.
  • Einfacher Service und Wartung: PEM-Elektrolyseure erfordern aus verschiedenen Gründen weniger Wartung als alkalische Elektrolyseure. So verfügen sie beispielsweise nicht über große Tanks für Kaliumhydroxid, die nicht regelmäßig entleert und nachgefüllt werden müssen. Aufgrund des höheren Betriebsdrucks der PEM-Elektrolyse werden auch weniger Kompressoren benötigt, die oft wartungsanfällig sind. PEM-Stacks sind zudem oft wesentlich kompakter und leichter als Stacks der Alkalischen Elektrolyse. Das bedeutet, dass Wartungsarbeiten an einzelnen Stacks deutlich weniger aufwendig sind und aufgrund ihrer Größe einen wesentlich geringeren Einfluss auf den Gesamtbetrieb der Anlage haben, beispielsweise durch umfangreichere Serviceunterbrechungen.